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Einfaches "gutbürgerliches" Trekking, Bergwandern und Touren wandern durch bzw. entlang den Pyrenäen kann man selbst organisieren : Auf der französischen
Seite der Pyrenäen lauft ein rot/weis Seitdem gibt es aber eine sonnigere aber auch einsamere Alternative : die Senda, der spanische GR 11 ein richtiger Höhenwanderweg und Fernwanderweg bzw. Weitwanderweg zugleich der am Südhang in umgekehrter Richtung von Cap Creus am Mittelmeer nach Irun am Golf von Biskaya durch den Pyrenäen lauft. Es hat auch noch ein
Höhenwanderweg durch die Andorranischen Pyrenäen . Diesen Fernwanderweg gelingt es sogar
dank einem Großen Bogen die
ökologische Katastrophe Andorra zu vermeiden. Dazu bleibt man fast immer genau
unter den Grenzen zu Frankreich und Spanien aber wirklich sauber ist die Luft
in Andorra schon lange nicht mehr. Dieser Tour de Pays ist rot/gelb markiert
Theoretisch wäre es möglich beide GR Fernwanderwege und der Pyrenäen Höhenwanderweg HRP zu kombinieren aber dass ist nur möglich wenn man wirklich Gebirgserfahrung (unter allen Wetterbedingungen) hat, sich Fehlerfrei im Hochgebirge orientieren kann und bei Nebel, Schneesturm (mindestens 1 x pro Jahr auch im Sommer) behelfen kann. Oder wenn man sich ein Bergführer mietet. Es gibt immerhin jedes Jahr 5 bis 10 schwer verwundete und ein bis 3 Tote in den Pyrenäen, so gut wie nie bei den Bergsteigern, so gut wie immer bei Wanderer. Schnee in Juli oder August gibt es in den Pyrenäen paradoxerweise meist auf der Spanischen sonnigere Seite und seit der Klimawechsel sind Gewitterstürme mit Böen über 100 St/Km in der höheren Regionen keine Ausnahme mehr. Die Pyrenäen sind noch ein wildes und manchmal einsames Gebirge.
Zum glück ermöglichen gerade die Fernwanderwege GR 10 und GR 11 Tagesstrecken von Wanderhütte zu Wanderhütte (nur ab und zu ist man wirklich im Hochgebirge und übernachtet in eine richtige Berghütte). Ausgedehnte Gebirgserfahrung braucht es nicht wenn man sich dazu entschieden hat einer dieser Weitwanderwege, GR 10 oder La Senda zu laufen. Beide Weitwanderwege
sind gut sichtbar Eine gute körperliche Kondition braucht es aber allerdings : dadurch dass man nicht richtig im Hochgebirge bleibt gibt es täglich steiles auf und ab zum Tal mit Höhenunterschiede bis 1000 M. Der große Vorteil aber ist das man täglich in einem Bett schlafen kann. In eine Berg oder Wanderhütte wo es ein gutes warmes Abendessen gibt und ein kräftiges Frühstück, eine warme Dusche und eine Waschmaschine. Manchmal kann man in der Hütte auch Tagesproviant einkaufen. Entlang den Fernwanderwege GR 10 oder GR 11 wandern ist fast Problemlos. Die Wanderhütten liegen auf etwa 6 Stunden wandern von einander entfernt im Dorf oder am Dorfrande. Auf der spanischen Seite gibt es in den meisten Dörfer noch ein Geschäft wo man das nötige Proviant und ein guter Wein einkaufen kann Dies ist aber nicht der Fall auf der französischen Seite, hier gibt es Geschäfte nur in den Städtchen. Den weiteren Vorteil dieser Weitwanderwege ist somit ein leichteren Rucksack : mehr als Schlafsack, Proviant, + warmes Pulli und wasserdichte Jacke für den Fall den es immer geben kann braucht es nicht. Schwerer als für eine Tagestour braucht der Rücksack nicht zu sein. Das alles hat natürlich einen Preis : rechne etwa 30 € pro Tag pro Person für Übernachtung, Abendessen und Frühstück in Hütten.
Bergwandern entlang den
Wandern entlang dieser Weitwanderweg braucht also ein schwereren Rücksack mit Proviant für die etwa 10 Tagen Tour. Trotz Hütten braucht es ein Zelt: die Hütten sind sehr unterschiedlich groß (von 6 bis 50 Plätze). Im Juli und August sind sie oft voll belegt von Tagestouristen und im Juni werden sie von Schulen für Bergschulwochen genützt. Nur Anfang September kann man damit rechnen das es wahrscheinlich Platz gibt.
Das Tracé der Fernwanderwege GR - und der üblichen Varianten der Höhenwanderweg Höhen Route der Pyrenäen ( HRP ) - gibt es im Roter Aufdruck auf den 1/50.000 Wanderkarten der Pyrenäen Serie. Auf den 1/25.000 Wanderkarten der französischen Serie TOP25 gibt es nur der GR. Außer die neueren zur Pyrenäen Serie gehörenden 1/50.000 spanischen Wanderkarten gibt es auch eine interessante spanischen Kartenreihe vom Editorial Alpina. Diese Karten sind was der spanischen Seite Angeht viel nützlicher. Neuerdings bringt Editorial Alpina auch eine 1/25.000 Reihe der spanischen Pyrenäen.
Der Grenze zwischen Frankreich und Spanien - außer fürs Val d'Aran mit den Quellen der Garonne - ist auch die Wasserscheide. Bis zum Aude Departement lauft alles Wasser an der französische Seite zum Atlantik. An der spanischen Seite, außer im Baskenland lauft das Wasser zum Mittelmeer. Nur in den östlichen französischen Departements (Aude und Pyrenees Orientales) lauft das Wasser auch zum Mittelmeer. Dies gibt sofort einen Idee zum Wetter dass man dort erwarten kann : Regnerisch für den Fernwanderweg GR 10 und den Höhenwanderweg HRP bis zum Pic d'Estats Massiv. Erst am Port de Lers zwischen Aulus les Bains und dem Vicdessos Tal im Ariege Departement wird das Wetter trockner und so wie man dass im Midi erwartet. Umgekehrt ist das Klima entlang der spanischen Pyrenäen Fernwanderweg vom Mittelmeer bis Navara trocken, also für immerhin 2/3 der Senda Strecke Auf den Weitwanderweg GR10 wird erst ab dem Vicdessos Tal (wo auch unser Haus liegt) trockner. Vor dem Port de Lers fällt der letzte Regen aus den Nordwestlichen Tiefen. Ein nützlicher Faustregel : bei Nordwestwind ist das Wetter auf der spanischen Seite besser, bei Südwestwind sollte man zur französischen Seite wechseln.
Was zur Entscheidung auch wichtig sein kann : die französische Pyrenäen sind zwischen Atlantik und Port de Lers "kurzer" und steiler wo das Gebirge an der spanischen Seite und in Frankreich ab Vicdessos bis Mittelmeer ausgedehnter ist. Fürs wandern heißt das : viel auf und ab mit schwierigen Höhenunterschiede. Dies ist am deutlichtsten so ab Hautes Pyrenees, die ganze Haute Garonne und dem Couserans. Dies gilt nur für dem GR 10 den täglich bis zum Tal hinab führt und weniger für den HRP den "oben" bleibt und gerade dort zur spanischen Seite ausweicht. Dafür lauft man an halb Juni auf der spanischen Seite wohl mit schwerem Gepäck in die Sonne. Eine gute Lösung ist es früh auf zu brechen und die Strecke Mittags schon hinter sich zu haben.
Vorbei Merens le Vals im Ariege Tal kommt der GR10 durch das schöne Naturschutzgebiet ums Carlit Massiv. Begegnung mit Gämse und Mufflons ist hier für Frühaufsteher so gut wie sicher und manche der die Gegend besser kennt hat hier schon beide Bären gesichtet. Um Ax Les Thermes im Ariege Tal und um Vicdessos gibt es zwei niedrigere Touren : der Tour des Montagnes d'Ax und der Tour du Massif des Trois Seigneurs. Sie sind vor allem in Juni und September interessant wenn es noch nicht bzw. nicht mehr zu warm ist. Für geübte Bergwanderer ist die HRP Variante Ariege-Andorra eine wunderschöne Tour durch einige der wildesten Täler der Gegend cfr Topoguide
Für "richtiges" Bergwandern im Hochgebirge entlang HRP Varianten ist gut Karten lesen können nicht genügend : Die Haute Route der Pyrenäen ist gar kein Pfad sondern eine Aneinanderreihung von eine Hirtenpfade, alte Maultierpfade und Schafsspuren. Und viele davon sind jedes Jahr etwas weniger auffindbar oder etwas mehr von der Lawinen weggefegt und von Kühen kaputt gelaufen und von deren Trampelpfade nicht mehr zu unterscheiden. Orientierungsfähigkeiten und Landschaft statt Karte lesen sind hier angesagt. Vor allem bei Sommerschnee oder Hochnebel. Es braucht auch ein schwereren Rucksack (siehe Checklist) von minimal 15 Kg aber dafür ist es viel abenteuerlicher, aufregender und billiger. Wer die dazu notwendigen Fähigkeiten dazu noch nicht hat aber die Kondition schon braucht es nicht unbedingt zu lassen : er oder sie kann immer mit Richard auf Abenteuertrekking und so die Fähigkeiten "on the spot" erwerben.
WARNUNG VORSICHT: Mann könnte naiv glauben das die Unfälle in den Pyrenäen vor beim Klettern oder beim Canyonning passieren, dies ist aber (überhaupt!) nicht so. Jedes Jahr gibt es hier tödliche Unfälle weil man sich verirrte, im Sturm oder im Schnee kamm oder rutschte. Die Händys funktionieren hier nicht und eine schwere Verstauchen genügt um nicht mehr weiter zu können bzw. vom Schmerz das Bewusstsein zu verlieren. Also bitte gehen sie NIE alleine und immer mit warme Reservekleidung, Regenjacke und Proviant in den Pyrenäen. Sie sind wilder und einsamer als die Alpen. Wegen der hohen Unfallquote hat sowohl Frankreich als auch Spanien und Andorra seit einige Jahren die Führung von Wandergruppen streng reglementiert. Es braucht jetzt ein Staatlich anerkanntes Equivalent vom European Mountain Leader Diplom. (3 bis 4 Jahre Ausbildung). Wenn sie also mit einer Gruppe unterwegs möchten oder bei einem deutschen, österreichischer oder schweizer Reiseveranstalter buchen, kontrollieren sie ob der Führer das nötige Diplôme d'Etat hat sonnst gibt es bei der ersten Gendarmeriekontrolle ein jähes Ende der Tour. Unser Richard hat die nötigen Befugnisse. |